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JTL-Wawi

JTL-Wawi 2.0: Was sich ändert und wann der Umstieg dran ist

29.07.2026

2 Min. Lesezeit

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Kein gewöhnlicher Versionssprung: Die Anwendung läuft jetzt auf .NET 8, und was lokal lief, bleibt lokal. Was das für Plugins, Schnittstellen und eure Serverumgebung bedeutet — und woran ihr merkt, wann der Umstieg bei euch dran ist.

JTL-Wawi 2.0 ist seit dem 17. März 2026 als stabile Fassung verfügbar. Das ist kein gewöhnliches Update: Der technische Unterbau wurde ausgetauscht. Wer das behandelt wie einen Versionssprung von 1.9 auf 1.10, unterschätzt es.

Was technisch passiert ist

Die Anwendung läuft jetzt auf .NET 8. JTL nennt für datenintensive Vorgänge bis zu 30 Prozent mehr Tempo — spürbar vor allem dort, wo viele Datensätze auf einmal bewegt werden: Massenaktualisierungen, Abgleiche, große Auftragslisten.

Dazu kommt eine dokumentierte REST-Schnittstelle. Für Anbindungen an Systeme, für die es keinen fertigen Connector gibt, ist das der eigentliche Fortschritt: Es gibt endlich einen vorgesehenen Weg statt Umwegen über die Datenbank.

Die Oberfläche wurde überarbeitet, Dashboards lassen sich anpassen. Daneben stehen zwei neue Dienste bereit: Shipping 2.0 als cloudbasierte Versandplattform, die mehrere Dienstleister zentral verwaltet, und JTL-Archive für die revisionssichere Ablage von Belegen.

Lokal bleibt lokal

Trotz der neuen Cloud-Dienste bleibt JTL-Wawi eine lokal installierte Anwendung. Eure Datenbank liegt weiterhin auf eurem Server. JTL fährt einen Hybrid-Ansatz: lokal, wo es hingehört, Cloud dort, wo sie etwas beiträgt.

Warum nicht einfach installieren

Die Empfehlung, das Update nicht direkt auf dem Produktivsystem einzuspielen, hat einen handfesten Grund: Alles, was an der Wawi hängt, muss zur neuen Fassung passen. Das betrifft Plugins, Vorlagen, eigene Connectoren, Auswertungen auf der Datenbank und Anbindungen von Drittanbietern.

Was vor dem Umstieg zu klären ist

  • Welche Plugins und Erweiterungen sind im Einsatz — und gibt es sie für 2.0?
  • Welche Schnittstellen laufen, und wer betreut sie?
  • Greifen eigene Auswertungen direkt auf die Datenbank zu? Dann prüfen, ob die Strukturen noch passen.
  • Sind die Server-Voraussetzungen erfüllt?
  • Gibt es eine geprüfte Sicherung — und weiß jemand, wie man sie zurückspielt?
  • Steht ein Testsystem mit echten Daten bereit?

Wann der richtige Zeitpunkt ist

Nicht vor dem Weihnachtsgeschäft, nicht während einer Messe, nicht in der Woche der Inventur. Ansonsten gilt: Wer neue Anbindungen plant, sollte vorher umsteigen — gegen die REST-Schnittstelle zu entwickeln ist sauberer, als eine Anbindung später zweimal zu bauen.

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